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Verwaltungskooperation: Euregio will Potentiale verstärkt nutzen

Rund 60 Führungskräfte aus der öffentlichen Verwaltung der Euregio nahmen in Bozen an der Tagung über die Verwaltungskooperation in der Europaregion teil.

Den Euregio-Wissenschaftsfonds, die Euregio-Akademie, die Euregio-Preise (Umwelt, Kooperation, JungforscherInnen) und zuletzt den EuregioFamiliyPass zählte Landeshauptmann und Euregio-Präsident Arno Kompatscher bei der Eröffnung der wissenschaftlichen Tagung "Verwaltungskooperation in der Europaregion: Potenziale ohne Grenzen?" als gelungenen Beispiele der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino auf.

Foto: LPA/Barbara Fraznelin

Im Rahmen des Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) können grenzüberschreitende Projekte ohne besondere Hindernisse umgesetzt werden, wenn der politische Wille dazu besteht. Unterschiede im innerstaatlichen Recht und Heterogenität in der Verwaltung können aber die Umsetzung gemeinsamer Projekte behindern. "In der Europaregion erschweren die unterschiedlichen Rechtsordnungen oft ein gemeinsames Vorgehen", sagte Landeshauptmann Kompatscher. Es gelte, diese Fälle zu identifizieren und einer Lösung zuzuführen, gemeinsame Spielräume besser zu nutzen, "damit die Europaregion als Ausdruck der europäischen Vision eines Europas der Regionen und als Gegentendenz zu aufkeimenden Nationalismen" an Fahrt gewinne, forderte der Euregio-Präsident.

Genau mit diesem Fragenkreis setzten sich Forscher und Wissenschaftler sowie Verwaltungsexperten aus Tirol, Südtirol und dem Trentino im Rahmen der wissenschaftlichen Tagung auseinander, die unter der Federführung des Forschungszentrums Föderalismus der Universität Innsbruck in Zusammenarbeit mit dem Land Südtirol und der Europaregion sowie der Universität Bozen, der Universität Trient und dem Institut für Föderalismus der Eurac im Landhaus 1 in Bozen stattfindete.

Nach der Eröffnung durch Walter Obwexer vom Institut für Europa- und Völkerrecht der Universität Innsbruck wurden staatsrechtliche und verwaltungswissenschaftliche Grundlagen der Verwaltungskooperation unter die Lupe genommen. Bernhard Raschauer von der Universität Wien referierte über Verwaltungskooperation und Verwaltungskultur während Jörg Philipp Terhechte von der Universität Lüneburg in einer Videozuschaltung die Verwaltungskooperation im europäischen Mehrebenensystem beleuchtete. Es folgte ein Vergleich der horizontalen und vertikalen Verwaltungskooperation in Italien (Fulvio Cortese von der Uni Trient) und Österreich (Peter Bußjäger, Universität Innsbruck). Mit Anwendungsfragen der transnationalen Zusammenarbeit zwischen Verwaltungen befasste sich anschließend Luca De Lucia von der Uni Salerno.

Am Nachmittag ging es um die Perspektiven und Potentiale der Verwaltungskooperation in der Europaregion und im internationalen Vergleich.

Abgeschlossen wurde die Tagung mit einem Runden-Tisch-Gespräch. Die Landeshauptleute der Europaregion, Arno Kompatscher und Ugo Rossi sowie Johannes Tratter in Vertretung des Tiroler Landeshauptmanns haben sich dabei mit dem Thema "Vertiefte Zusammenarbeit der Verwaltungen in der Europaregion: Voraussetzungen, Herausforderungen, Ziele" auseinandergesetzt.

Quelle: News Autonome Provinz Bozen – Südtirol: http://www.provinz.bz.it/news/de/news.asp?art=612277


 

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