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"Mehr Arbeitsplätze braucht das Tal"

p1000764kl / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Schaffung von neuen Arbeitsplätzen im Pustertal stand im Mittelpunkt eines Treffens, an dem am Montag Unternehmer, Politiker, Vertreter der Europäischen Akademie und Arbeitsexperten teilgenommen haben. Die Initiative zu dieser Werkstätte im Michael-Pacher-Haus ging von der Europäischen Akademie und der Landesabteilung Arbeit aus und wird vom Südtiroler Gemeindenverband und der Bezirksgemeinschaft Pustertal unterstützt. Wie Abteilungsdirektor Helmuth Sinn vor dem Treffen gesagt hatte, erhoffe man sich von diesem Pilotprojekt „neue Ideen, wie Arbeitsplätze im Tal geschaffen werden können“. Dass es neue Arbeitsplätze auch im Pustertal braucht, zeigten allein schon die seit Oktober 2008 steigenden Arbeitslosenzahlen, die Georg Sapelza, der Koordinator des Arbeitsvermittlungszentrums Bruneck, vorlegte (Interview dazu in der morgigen„ Dolomiten“-Ausgabe). An Ideen für attraktive Berufs und Beschäftigungsfelder habe es in den Arbeitsgruppen dann nicht gefehlt, sagt Günther Früh von der Europäischen Akademie. Alle seien motiviert gewesen, hätten gute Vorschläge eingebracht. Um sie zu verwirklichen, bedürfe es aber vieler und gemeinsamer Anstrengungen. Alle Gruppen waren sich einig, dass bestehende Initiativen weiter geführt und in Zusammenarbeit mit den Gemeinden vorangetrieben werden sollten. Dies gilt u. a. für die Energieakademie, sei doch der Bedarf an Energieberatung bei Privaten wieUnternehmen im ganzen Tal groß, wie Toblachs Bürgermeister Bernhard Mair meinte. Vintls Bürgermeister Rudolf Cerbaro regte verstärkt Kooperationen zwischen den Waldbesitzern an, als die Sprache auf mögliche Arbeitsplätze in der Forstwirtschaft kam. Sogenannte Aufräumtrupps könnten für eine Verjüngung der Pustertaler Wälder sorgen, gleichzeitig könnten die lokalen Fernheizwerk besser beliefert werden. Der KaufmannMartin Pircher sprach den erheblichen Import von Wildfleisch an und meinte, es müsse doch möglich sein, Gastronomie und Handel verstärkt mit heimischem Wildfleisch zu versorgen. Einige diesbezügliche Initiativen, denen man sich anschließen könnte, bestünden bereits. Wie sehr Qualitätsprodukte aus der heimischen Landwirtschaft gefragt sind, zeigten Vertreter von Ahrntal Natur und Direktvermarkter auf. Man sei nicht imstande, den Handel mit genügend Produkten zu versorgen. Nicht fehlende Nachfrage, sondern zu wenige Lieferanten seien das Problem. Unter dem Schlagwort „Mit der Bahn ins Skigebiet“ wurde aufgezeigt, dass durch die Anbindung der Pustertaler Skigebiete an die Bahn zahlreiche Jobs gesichert bzw. geschaffen werden könnten. Allerdings brauche es dazu ein deutliches Bekenntnis aller Pusterer Gemeinden, wie Brunecks Bürgermeister Christian Tschurtschenthaler betonte. Dringend empfohlen wurde in den einzelnen Gruppen weiters, das Thema Sportzentrum Pustertal nicht fallen zu lassen. Es gehe darum, Nägel mit Köpfen zumachen, einen neuen Anlauf zu wagen und das Pustertal als die Sportregion in Südtirols zu positionieren. 

Quelle: Tageszeitung Dolomiten vom 24.09.09, S. 30


 

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